Angefangen haben wir mit einer kurzen Einführung in Nachhaltigkeitsstrategien im Allgemeinen, dann folgte ein Überblick über die vier strategischen Handlungsfelder, aus denen sich die AT&S-Nachhaltigkeitsstrategie zusammensetzt. Nun ist es an der Zeit, die sprichwörtlichen Ärmel hochzukrempeln und in die Tiefe zu gehen. Unser heutiges Thema ist, wie in unserem letzten Nachhaltigkeits-Post  erwähnt, unser erstes strategisches Handlungsfeld: Umwelt & Ressourcen. Sie denken vielleicht, dass dieses strategische Handlungsfeld ziemlich selbsterklärend ist. Aber - wie so oft bei AT&S - steckt mehr dahinter, als man auf den ersten Blick vermutet.

Environment & Resources beinhaltet fünf der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen und fokussiert auf "effiziente Produktionstechnologien".

SDGs

Wie Sie bereits wissen, ist jedes dieser Ziele auf unterschiedliche Art und Weise für AT&S relevant. Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur, spiegelt sich beispielsweise in den Aspekten der AT&S-Energiestrategie wider, die darauf abzielt, bis zum Jahr 2025 mindestens 80 % des Energiebedarfs des Unternehmens aus erneuerbaren Energiequellen (einschließlich großer Wasserkraftwerke) zu decken. Wir bei AT&S sind überzeugt, dass dies nur durch starke Partnerschaften, höhere Ressourceneffizienz und umweltfreundliche Technologien erreicht werden kann. Dies steht natürlich auch in engem Zusammenhang mit den beiden Zielen SDG 17 (Partnership for the Goals) und SDG 13 (Climate Action).

AT&S trägt zu Ziel 6: Sauberes Wasser und Sanitärversorgung bei, indem sich das Unternehmen dazu verpflichtet, Wasserverschmutzung sowie die Freisetzung von Chemikalien und gefährlichen Stoffen zu vermeiden. Die Produktion von Leiterplatten und IC-Substraten erfordert eine Vielzahl von nasschemischen und wasserintensiven Prozessen. In der Produktion wird deionisiertes und hochreines Wasser als Prozesswasser benötigt. Darüber hinaus wird Wasser auch aufgrund der exothermen chemischen Produktionsprozesse zur Kühlung der Maschinen verwendet. Das bedeutet natürlich, dass wir viel Abwasser produzieren. Neben einer externen Zuleitung zur Kläranlage wird das Abwasser über eine chemisch-physikalische Kläranlage gereinigt oder durch Klär- und Biofilteranlagen und Kühltürme geleitet.

Die Reduktion der Abfallmenge, insbesondere der gefährlichen Abfälle, ist ein weiteres zentrales Element unserer Nachhaltigkeitsstrategie und leistet damit einen Beitrag zum Ziel 12: Verantwortungsvoller Konsum und Produktion. Daher hat AT&S ein Kupferrecycling-Projekt initiiert.

Da Kupfer mit 4.066 Tonnen den größten Anteil am Materialeinsatz in der Produktion ausmacht und ein unverzichtbarer Rohstoff für die Produktion von Leiterplatten ist, ist ein solches Projekt für die Reduktion unserer Abfälle unerlässlich.

Bei der Herstellung des Leiterbildes fallen kupferhaltige Stoffströme an, die zu einem großen Teil in die unternehmensinternen Kläranlagen geleitet werden. Bevor der dabei anfallende kupferhaltige Schlamm entsorgt wird, werden nun verschiedenste Chemikalien zur Behandlung der Abfälle eingesetzt. Durch die Rückgewinnung der kupferhaltigen Säuren aus den Produktionsprozessen wird die Rohstoffeffizienz erhöht, was zu einer Reduzierung der eingesetzten Chemikalien und des anfallenden Abfalls führt. So schaffen wir eine zirkulärere Nutzung sowohl von Kupfer als auch von Wasser als Materialien in den Anlagen.

"Nachhaltigkeit wird oft mit einer zunehmenden Ressourcenknappheit in Verbindung gebracht", erklärt Theresa Gruber, Specialist Corporate Sustainability bei AT&S. "Unser Ziel ist es, den stofflichen Ressourcenverbrauch bei steigendem Wirtschaftswachstum zu reduzieren. Um dies zu erreichen, müssen wir mit maximaler Effizienz arbeiten."

Aufgrund des stringenten Nachhaltigkeitsmanagements in den Bereichen Umwelt, Abfall, Chemikalien und Energie ist AT&S mehrfach zertifiziert, unter anderem nach den Standards ISO 14001 und ISO 9001. Dazu gehören der effiziente Einsatz von Ressourcen, die sorgfältige Entsorgung, Abfallvermeidung und Recycling sowie die Vermeidung von Emissionen in Luft, Wasser und Boden.

Darüber hinaus ist AT&S konform mit der EU-Verordnung 1907/2006, auch bekannt als REACH-Verordnung (steht für Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien und ist seit 2007 in Kraft). Das Gleiche gilt für die EU-Richtlinie RoHS, die die Verwendung gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten regelt. Um uns weiterzubilden und sicherzustellen, dass unsere Ziele im Einklang mit dem stehen, was wir für eine bessere Zukunft brauchen, haben wir dieses Jahr an der Economist Sustainability Week teilgenommen. Hier haben die Diskussionen unser Verständnis vertieft und gezeigt, wie gut die AT&S-Nachhaltigkeitsstrategie dank unserer Fokussierung auf den Markt und die Megatrends bereits an die zukünftigen Umweltanforderungen angepasst ist.

Dies ist unser Weg in eine klimaresiliente, kohlenstoffarme Zukunft - und wir laden Sie ein, jeden einzelnen Schritt nachzuvollziehen, indem wir weiterhin transparent über alle Aspekte der Nachhaltigkeit berichten. Dies können Sie im nichtfinanziellen Bericht nachlesen, der wieder im Sommer dieses Jahres veröffentlicht wird. Schauen Sie bald wieder vorbei, um mehr über Nachhaltigkeit bei AT&S zu hören und zu erfahren.